1. Spieltag: Rebellen schießen auf Platz 2

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Vollzählig reisten die Hamburger Skatrebellen mit sieben Mann am 12.10.2014 nach Winsen. Es stand der erste Spieltag der 2. Bundesliga auf dem Programm und uns allen war wichtig, einen ordentlichen Start hinzulegen.

Dem entsprechend gab es auf der Fahrt im Metronom auch schon einige taktische Anweisungen. Andreas wurde als Kapitän für den Tag bestimmt und gab uns manche Vorgaben mit auf den Weg.

Die 2. Bundesliga Nord ging mit 10 Mannschaften in die erste Serie, also zwei Dreier- und ein Vierertisch. Wilster ist nicht angetreten.

In der ersten Serie hatten wir uns lediglich mit zwei Teams auseinanderzusetzen, Adendorfbuche und ISPA Hamburg 3.
Es stellte sich relativ schnell raus, dass wir Platz 2 sicher haben, der erste Platz aber wohl nicht erreicht werden kann.

Die Tabelle nach den ersten 36 Spielen:

serie1

Für mich war der Auftakt ein Geduldsspiel. Ich bekam wenige spielbare Blätter und in der ersten Hälfte lediglich einige Ansätze, die ich lieber passte. Immerhin waren 2-3 große Spiele dabei, weshalb ich Platz 2 lange gut behaupten konnte. Am Ende konnte ich mit 10:1 und 978 Punkten zufrieden sein. Manchmal ist es eben wichtig mindestens einen Spieler im Griff zu haben.

Wir hatten uns nach dem Auftakt also in der oberen Hälfte angesiedelt und in Serie 2 wollten wir daran anknüpfen.

Es gab die gleiche Konstellation, also wieder gegen die Mannschaften aus Serie 1. Wir vermuteten, dass Adendorfbuche das Team ist, was es zu Schlage gilt.

War diesmal noch etwas mehr drin?

spieler-winsen

Ich erwischte einen besseren Start und stand zur Hälfte bei 6:0. Der Spieler links von ISPA Hamburg spielte eher schwächer, der Konkurrent aus Adendorf spielte einen sehr guten Skat, passte auf und stand ähnlich gut wie ich nach 18 Spielen. Die Karten liefen immer besser, ich gewann Spiel um Spiel.

Drei Spiele vor Schluss kam Andreas vorbei und sagte mir, dass der linke Mann nicht punkten solle, was rechts macht sei egal. Ich reizte den ISPA-Spieler an und bekam für 20 das Spiel. Adendorf hatte gepasst. Ich schaute auf einen schwachen 5-Trümpfer, den ich mit Mühe und etwas Glück mit 63 Punkten nach Hause brachte.

kreuz

Am Ende standen 1.528 Punkte, 16:1 zu Buche und beide Spieler wurden auf 900 distanziert. Das musste doch für Platz 1 reichen. Es wurde aber knapper als gedacht.

So sahen die Tischpunkte nach Serie 2 aus:

serie2-tischpunkte

Wir hatten uns mit 121 Punkten Vorsprung Platz 1 in der zweiten Serie gesichert und setzten uns damit vorne fest.

Nach der Halbzeit wurde in der Stadthalle Winsen Essen aufgetragen. Die Bewirtung und Verpflegung waren insgesamt gut. Man bekam an der Bar Getränke und Snacks zu fairen Preisen (Flasche Wasser 2,50 €, Bier 2 €). Für 7 Euro konnte man ein Buffet mit unterschiedlichen warmen und kalten Speisen in Anspruch nehmen. Ich war positiv überrascht und würde auch nächstes Mal wieder das Buffet nutzen.

buffet

In der dritten Serie gab es nun andere Teams am Tisch. Wir trafen auf Harburg I und II. Die Harburger Teams sind mit geringer Ausbeute in den Wettbewerb gestartet und fanden sich auf Platz 9 und 10 nach zwei Serien wieder.

Ich bin nicht so gut in die Serie gestartet und habe in Mittelhand zum Auftakt dieses schöne Blatt verloren:

pik

Wenn ich in VH gewesen wäre, hätte das Spiel womöglich gewonnen werden können. Was soll man aber machen, wenn links alle vier Trümpfe sitzen, kein Kreuz und die Vorhandspielerin im ersten Aufspiel mit Kreuz-König aufschlägt? Naja, passiert und abhaken. Die Damen wurden übrigens gedrückt.

Es entwickelte sich dann ein Auf und Ab bei mir. 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 3:3. Nach einem Drittel lag ich zwar hinten mit 200 – 300 Punkten, aber ich ahnte, dass es noch besser kommen müsste. Bei den verlorenen Spielen hatte ich überwiegend Pech und ich war weiterhin mutig und hatte zudem das Glück, dass die beiden anderen bisher sehr zurückhaltend reizten.

Am Ende hat die Spielerin von Harburg 1 noch zwei Spiele hintereinander verloren, ich hatte über 1.000 Punkte und es stand für unsere Mannschaft folgendes zu Buche:

serie3

Für 6 Punkte hat es demnach deutlich nicht gereicht in der vorletzten Serie des Spieltags. Es gab aber noch einmal 36 Spiele für uns und bis zuletzt war es spannend an den Tischen. Ich spielte diesmal mit zwei älteren Harburger Jungs am Tisch. Die Karten liefen insgesamt ok und ich machte noch einmal deutlich über 1.000 Punkte.

Die letzte Serie ging recht deutlich an uns mit über 5.800 Punkten und damit knapp 600 Punkten Vorsprung zu Harburg 1.

Die Abschlusstabelle für den 1. Spieltag der 2. ISPA-Bundesliga:

serie4-tabelle

Gilbert und ich konnten uns zudem unter den ersten zehn der Einzelwertung platzieren und wir hoffen, dass es beim nächsten Mal mindestens genauso gut läuft.

tabelle-einzel

Wir können äußerst zufrieden mit der Leistung sein. Nach der Ankunft in Hamburg ging es noch ins Nagel am Hauptbahnhof, bei der wir auf den gelungenen Skat-Tag angestoßen haben.

Die Hamburger Skatrebellen haben zum Auftakt ein sehr gutes Ergebnis erzielt und wir hoffen, dass es beim nächsten Mal so weiter geht. Ziel ist natürlich der Aufstieg.

Hier gibt es alle Ergebnisse zum Spieltag der ISPA-Bundesliga vom 12.10.2014.

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