Wer kein Ziel hat, kann auch keins erreichen…

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….oder wie die Motivationskünste des Pascal B. aus H. die Hamburger Skatrebellen zurück in die Spur brachten. Am 7. Dezember versammelte sich mal wieder die Skatelite des Nordens im niedersächsischen Holvede um den dritten Spieltag der Ersten Bundesliga Nord abzuhalten. Mit dabei natürlich auch unser Team, diesmal in ungewohnter Aufstellung.

Dienstpläne, private Verpflichtungen und ein Auslandsurlaub, dazu ein kurzfristiger unfallbedingter Ausfall führten zu Chat und Telefonkonferenzen am Vortag. Ohne großes Zögern oder Überlegen sagten Meike und Torsten zu um auszuhelfen. Maik sagte am Dienstag schon seine Teilnahme an einer lang geplanten Weihnachtsfeier ab um mit dabei zu sein. Rayk machte es möglich Torsten abzuholen, vormittags die beiden Serien zu spielen und fuhr dann zur Arbeit. In kritischen Zeiten erkennt man seine Freunde.

Derweil stand der Capitano vor der Aufgabe die Aufstellung für Serie 1 zu benennen und schickte Sebastian, Torsten, Maik, Meike, Rayk und Andi an die Spieltische, an denen die Mannschaften der Buschhus Skatallianz, Euroskat Winsen I und Skatfreunde Rosengarten saßen. Zuvor bat Pascal noch zu Einzelgesprächen, in denen er verschiedene Praktiken ausprobierte. Vom sachlichen Erklären, Anschreien bis hin zum zärtlichen Flüstern in offene Rebellenohren war alles mit dabei. Sofort lief es wie auf Schienen und der Rebellenexpress raste dem ersten Sechser des Tages entgegen. Statt sich mal irgendwo einzuwechseln, ergriff Pascal B. aus H. lieber Maßnahmen gegen die Unterhopfung unseres verpflichteten Wikingers und kam dabei selber nicht zu kurz. Ganz zufrieden war er mit dem Ergebnis der ersten Serie nicht, sprangen doch keine 7000 Punkte dabei raus.

In Serie 2 wurde es extrem holprig, alle Mannschaften entwickelten einen recht hohen Anteil an Betspielen. Relativ schnell räumte Maik seinen Stuhl für Pascal. Bis zum Ende lagen wir in Schlagdistanz und zwischen 2:4 und 6:0 war alles drin, nachdem sich die Skatfreunde Rosengarten nach 2/3 der Partie aus dem Punkterennen verabschiedet hatten. Zwei Tische konnten wir souverän gewinnen und so reichten 5574 Punkte final für ein 4:2.

Mit 10:2 Wertungspunkten ging es in die mehr als verdiente Mittagspause. Über das Essen konnte man mal wieder nicht meckern, allerdings werden doch vermehrt Stimmen laut, die mit dem Service nicht zufrieden sind. Verdurstet bin ich bis jetzt nicht, aber es könnte schon flotter gehen.

Zur Nachmittagsrunde stellte sich die Mannschaft von selber auf, da nun nicht mehr gewechselt werden konnte. Kontrahenten waren nun die Stadthalle Winsen II, nochmals Euroskat Winsen I und die Harburger Skatfreunde. Und wie in der ersten Serie des Tages fand Pascal B. aus H. die richtigen Worte und der Rebellenexpress nahm ordentlich Fahrt auf. Bei Spiel 36 meldete der technische Berater „7-800 vor“, was sofort von Ela Simsek, Spielerin der Stadthalle Winsen II, mit einem „jetzt wohl nicht mehr“ gekontert wurde. Der Capitano hatte nämlich noch ein paar Tricks in petto und ließ einem verlorenen Grand mit Dreien gleich noch einen einfachen Pik auf der falschen Seite folgen. Prompt fing das Stadhallen-Team das Laufen an. Aber das hatte Don Pasco genau so geplant um die Rebellen in Person von Maik und Torsten im letzten Päckchen bestialisch zurückschlagen zu lassen. 6:0 mit ca. 400 Punkten Vorsprung, da haben wir ja alles richtig gemacht.

Auf der Erfolgsspur durfte es gerne auch in der letzten Serie des Tages weiter gehen. Jedoch legten wir erst einmal eine Vollbremsung hin und mussten eine Umleitung nehmen. Meike verlor im dritten Päckchen einen Grand mit Vieren, der extrem saß. Was sie danach nicht verlor, waren die Nerven. Aus diesem 2/2 und ca. 200 Minuspunkten, wurde am Ende ein 10/2 mit 711 Gesamtpunkten. Eine sehr gute Leistung, denn es waren Punkte, die wir brauchten. Gegen 2/3 der Serie hatten wir Anschluss gefunden. An 4 Tischen lief es gut bis sehr gut für uns, so dass auch Stechis Streichserie kompensiert werden konnte. Pascal B. aus H. stand neben dem Tisch und meinte ich könnte mir nach einem gewonnen Grand noch ein einfaches Farbspiel gönnen. Den Sechstrümpfer verlor ich dann tatsächlich, aber wir hatten ja ausreichend Vorsprung und 5883 ist ja mehr als 5873, welche die letzten 4 Punkte des Tages brachten. Der Sechser der Harburger Skatfreunde war mit 6355 Punkten ungefährdet.

In der Endabrechnung verzeichnet der technische Berater eine sehr gute Mannschaftsleistung einer homogenen und funktionierenden Truppe. Wir hatten viel Spaß miteinander, der Umgang war super kollegial und wenn es dann erfolgreich ist, um so besser. Vielen Dank, Meike und die Jungs. So bringen uns 20:4 Wertungspunkte auf Tabellenposition 3. In der Einzelrangliste bevölkern fünf Rebellen die Top 20.

Fazit: Vor der Saison wurde vom neuen Mannschaftskapitän versprochen, dass sich unter ihm der Erfolg einstellen wird. Nun haben wir nach 3 Spieltagen 6 Punkte Vorsprung auf Rang 5 und 6 und stehen gut da im Kampf um einen der ersten 4 Plätze, die die Teilnahme an der Endrunde bedeuten. Zweimal 12:12 Wertungspunkte sollten dafür schon reichen. Pascal B. aus H., bitte übernehmen Sie!

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